Let it grow

Tänzerin Mira Vielberth tanzte bei der Release-Party des Schopf2Magazins. Foto: Dennis Grasse
Tänzerin Mira Vielberth tanzte bei der Release-Party des Schopf2Magazins. Foto: Dennis Grasse

 

Das Schopf2Magazin steht nun online auf „schopf2magazin.de“: Am Samstag, 9. Mai 2026, wurde das ehrenamtliche Freiburger Graswurzel-Medium für Demokratie und Soziokultur des Kulturzentrums Schopf2 mit einer kleinen Feier ins World Wide Web gepflanzt. Begleitet von einer Release-Party mit vielfältigem Austausch gab es auch liebevoll handverpackte Schopf2Magazin-Beutelchen gegen ein Spendchen zu erhaschen. Ein Aufkleber, ein Briefumschlag zum Zwecke undigitaler Kommunikation, eine Schwarz-Weiß-Fotografie, Miniatur-Skulpturen und in diesen Tagen zu säende Sonnenblumenkerne gab es, versehen mit der sinnstiftenden Aufschrift „Grow!“, zur Mitnahme und In-die-Welt-Pflanzung. Das neue Online-Magazin wird nun punktuelle Beiträge zu Demokratie und Soziokultur veröffentlichen. Gesucht wird dafür noch ein Banner-Unterstützer für 200 Euro / Monat für den technischen Betrieb. Hier zwei Augenzeugenberichte:

Naja, wenigstens reden sie miteinander, dachte ich. Immerhin. Denn ich war nicht sicher, ob es eine gute Idee war, meine beiden alten Freunde Michael und Michael zur Release-Party des Schopf2-Magazins am 9. Mai 2026 ins Kulturzentrum einzuladen. Abgesehen von ihren Namen verbindet die beiden nämlich so gut wie nichts. Schon gar nicht wenn es um Politik geht. Eher ganz links versus eher rechts – kann das gut gehen?

Ich bin das Risiko eingegangen, denn schließlich hatte ich beide lange Zeit nicht mehr gesehen. Und Kontakte muss man doch halten! Die Michaels kamen also wegen einer alten Freundschaft in die Schopfheimer Straße 2. Graswurzelbewegung? Demokratie und Kultur anders gestalten, anders über sie berichten? Sich vernetzen? Das alles, so war ich mir sicher, wird die beiden eher weniger interessieren. Sollte es aber!

Algorithmen bestimmen immer mehr die Medien und damit die Narrative in unserer Gesellschaft. Es geht immer mehr um Klicks und Performance-Daten und immer weniger um Inhalte und das Elixier, das der Journalist seiner Leserschaft nach Hause bringen sollte. Wir brauchen einen Gegenpol, und der kann nur im Kleinen beginnen. Ein Graswurzel-Medium wie das Schopf2-Magazin, das zeigt, wie vielfältig Kultur und kulturelles Leben in Freiburg sind, auch abseits der großen Häuser und Galerien. Es braucht einen Platz im World Wide Web, der nicht spaltet, sondern verbindet. Der zeigt, dass Menschen ihr Umfeld selbst bestimmen, selbst gestalten. Es passiert so viel Gutes und Kreatives im realen Leben abseits von der täglichen Social-Media-Dopamin-Überdosis.

Im Kleinen beginnen, bedeutet zum Beispiel eine kleine Release-Party zu organisieren, wie diese im Schopf2. Menschen haben sich hier über das neue Online-Magazin informieren können und sie haben sich dabei vernetzt. Auch zwei Gäste, die eher zufällig dort waren: Michael und Michael. Ich habe meine beiden Freunde im Laufe des Abends fast aus den Augen verloren. Kurz vor Schluss sah ich sie. Sie sprachen miteinander, diskutierten, stritten sogar. Und das Schöne: Sie machten dabei einen ziemlich zufriedenen Eindruck. Daniel

Ich sitze hier, schaue in eure Gesichter und bin einfach nur tief bewegt. Am 9. Mai haben wir dem Schopf2Magazin gemeinsam Leben eingehaucht. Was als Idee begann, ist jetzt unsere gemeinsame, lautstarke Stimme für Demokratie und Lebensfreude. Ein Projekt wie dieses wächst nicht von allein. Mein Herzklopfen heute gilt besonders den Menschen, die das Unmögliche möglich gemacht haben: Ein riesiges Dankeschön an ddie Moderator*innen Silvia Kurz und Sebastian Bargon, Mira Vielberth (tolle Tanzeinlage / Foto links) und Redakteur und DJ Arne Bicker. Danke für eure Energie, euren Mut und eure Zeit! Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Pianisten Daniel: Deine Musik hat diesen Abend erst verzaubert und uns allen die Seele geöffnet. Danke! Und natürlich danke ich allen Helferinnen im Hintergrund und unseren Förderinnen. Ohne eure Spenden und euer Vertrauen wäre der Schopf2 heute nicht so erfüllt von Hoffnung und Tatendrang. Dieses Magazin ist unser Versprechen an eine buntere, gerechtere Zukunft hier im Schildacker. Danke, dass ihr diesen Traum mit uns wahr macht .Auf das Schopf2Magazin – und auf uns alle!“ Vielen Dank, war ein toller Abend! Didi

 

 

Stiftungsbesuch: Reinhild Dettmer-Finke (Mitte) überbrachte ein Grußwort von der Bürger- und der Strandkorbstiftung, umrahmt von den Moderator*innen Silvia Kurz und Sebastian Bargon. Foto: Didi Klausmann
Stiftungsbesuch: Reinhild Dettmer-Finke (Mitte) überbrachte ein Grußwort von der Bürger- und der Strandkorbstiftung, umrahmt von den Moderator*innen Silvia Kurz und Sebastian Bargon. Foto: Didi Klausmann

 

Hat sich unsere Demokratie verzettelt? Frage- und Antwort-Spiel bei der Relaese-Party des Schopf2Magazins. Foto: Silvia Kurz
Hat sich unsere Demokratie verzettelt? Frage- und Antwort-Spiel bei der Relaese-Party des Schopf2Magazins. Foto: Silvia Kurz