Sachbücher | Empfehlungen

Corine Pelluchon: Die Macht des Weiblichen

Erscheinungsdatum 18.05.2026

Der Verlag schreibt: Ideen zu einer Demokratie ohne Herrschaft. Wie kann man sich gegen die neuen Herrschaftslogiken wehren, die gegenwärtig unsere Demokratie untergraben? In ihrem klaren und engagierten Essay gibt die preisgekrönte französische Philosophin Corine Pelluchon eine faszinierende Antwort: Wenn wir der Gewalt und Angst die Macht des Weiblichen entgegenstellen, die allen Geschlechtern offensteht – eine Kraft des Teilens, der Fürsorge und der gegenseitigen Wertschätzung –, kann eine gerechtere, freudvollere und menschlichere Zukunft unserer Demokratie entstehen. Corine Pelluchon wendet sich mit großer Sorge dem aktuellen Rechtsruck zu und möchte vor allem die besondere Attraktivität erklären, die populistische bis faschistische Auffassungen so stark machen. Laut Pelluchon basiert diese Attraktivität auf einer Art Intrige, in die rechtsextreme Führungsfiguren sowie geneigte Teile der Bevölkerung verstrickt sind: Geteilte Ohnmachtserfahrungen werden mit toxischen Bemächtigungs- und Ausgrenzungswünschen beantwortet. Um unsere Demokratie vor dieser affektiven Dynamik zu bewahren, plädiert Pelluchon für ein feministisches Demokratieverständnis. Sie beruft sich dabei auf eine weibliche Erfahrung, die von einem Bewusstsein der Vulnerabilität, der wechselseitigen Abhängigkeit und einer Dankbarkeit gegenüber der Natur geprägt ist. Eine Politik, die dieser Erfahrung gerecht wird, muss auf Kooperation, Rücksichtnahme und der Einhegung von Beherrschungswünschen gebaut sein.


Düzen, Tezcan, Tuğba, Tülin und Tuna Tekkal: Wut und Wärme – Wie wir mit Schwesternschaft Deutschland verändern

Erscheinungsdatum 18.03.2026

Der Verlag schreibt: Sie sind Kämpferinnen, Töchter einer jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie, Aufsteigerinnen, Aktivistinnen, Idealistinnen. Sie sind streitbar, sanft, wütend und voller Lebensenergie. Und sie glauben an etwas, das größer ist als sie selbst: an das Wir in Zeiten des Ich. Was brauchen wir in Zeiten von Hass, Hetze und Polarisierung? Diese Frage steht am Anfang. Die kraftvolle Antwort der Tekkals: Schwesternschaft und Zusammenhalt. In diesem Buch erzählen die fünf Schwestern, Menschenrechtsaktivistinnen und Kämpferinnen für eine bessere Welt zum ersten Mal gemeinsam ihre Geschichte – und zeigen, was unsere Gesellschaft aus ihr lernen kann und wie wir uns gegenseitig stärken können. Es sind Werte wie Empathie, Mut, Verantwortung, Rebellion, Freude, Fürsorge, die ihr Leben geprägt haben. Sie erzählen von Kindheit und Herkunft, von Brüchen und Bündnissen, von dem, was möglich wird, wenn Frauen sich nicht kleinhalten, sondern gegenseitig groß machen. Dieses Buch ist ein Angebot: an alle, die sich nach Verbundenheit, Orientierung und Klarheit sehnen – ob im Privaten, im Job, in Politik und Gesellschaft. Ein Buch, das aus familiärer Erfahrung eine gesellschaftliche Vision entwirft. Ein Manifest für ein neues Miteinander.

=> Rezension „NDR“


Nina Kolleck: Der Kampf in den Köpfen – Wie TikTok, Instagram & Co unsere Kinder manipulieren

Erscheinungsdatum 18.03.2026

Der Verlag schreibt:

Soziale Medien verändern das Aufwachsen heute radikaler, als viele ahnen. Denn TikTok & Co übernehmen Funktionen, die einst Familie und Schule vorbehalten waren; sie sind längst zu mächtigen Sozialisationsinstanzen geworden, über die Kinder und Jugendliche lernen, die Welt zu deuten: Nina Kolleck erklärt, wie sich Bindungen verändern, wenn Likes über Anerkennung entscheiden, und wie die Suche nach Gemeinschaft zwischen Freunden und Followern trotz Dauerverbindung in Einsamkeit münden kann. Sie macht anschaulich, warum Teenager riskante Challenges lieben; wie digitale Nähe stärkt und zugleich neue Zwänge erzeugt – und wie selbst scheinbar harmlose Posts politisieren und unbemerkt Radikalisierungsdynamiken anstoßen, die unsere Demokratie ernsthaft gefährden. Dieses Thema geht uns alle an: Wir müssen die Mechanismen von Social Media verstehen, um unsere Kinder zu schützen. Von den Familien über die Bildungsinstitutionen bis hin zur Politik macht Nina Kolleck Wege sichtbar, wie wir die Kontrolle zurückgewinnen können.

=> Interview bei „radio3“


Ralf-Uwe Beck: Souverän – Plädoyer für mehr direkte Demokratie

Erscheinungsdatum 05.03.2026

Der Verlag schreibt:

Was heißt es, wirklich souverän zu sein? Der Bürgerrechtler Ralf-Uwe Beck geht dieser Frage in einem leidenschaftlichen Essay nach, verbindet persönliche Erfahrungen mit politischer Analyse. Ausgehend von der friedlichen Revolution 1989 und der enttäuschten Hoffnung auf verbindliche Mitbestimmung zeigt Beck, wie Demokratie von Parteien auf den Wahlakt reduziert wird – und warum das zu Frust und Entfremdung führt. Mit großer Sachkenntnis und erzählerischer Kraft schildert er das Potenzial der direkten Demokratie in Kommunen und Ländern und markiert ihr Fehlen auf Bundesebene als zentrale Demokratie-Baustelle. Beck analysiert parteipolitische Blockaden, räumt mit Vorbehalten auf und Ausreden beiseite. Er plädiert für Volksentscheide als notwendige Ergänzung zum Parlamentarismus und als Frustschutzmittel gegen autoritäre Populisten. Ein engagiertes Buch – und eine Einladung, politische Verantwortung nicht abzugeben, sondern wahrzunehmen.

=> Rezension „Stern“


Eva von Redecker: Dieser Drang nach Härte – Über den neuen Faschismus

Erscheinungsdatum 11.03.2026

Der Verlag schreibt: Eva von Redecker legt eine neue Analyse des Faschismus vor, die unserer Gegenwart gewachsen ist. Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt und Denkfreude verströmt.

=> Rezension „BR“


Ulrike Herrmann: Geld als Waffe

Erscheinungsdatum 12.03.2026

Der Verlag schreibt: Über Krieg oder Frieden entscheidet oft die Wirtschaft. Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der neuen Weltordnung und eine spannende Analyse, die erklärt, warum die Kriegsgefahr so hoch ist – und was wir in Europa tun können, um Frieden zu sichern. Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Ulrike Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte und analysiert, dass die Gründe nicht nur historisch, psychologisch oder politisch sind. Sondern dass oft ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. Sie zeigt am Beispiel Russlands, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. Und sie beschreibt Chinas Aufstieg zur Supermacht und erklärt, wie Präsident Xi sein Land in eine ökonomische Sackgasse manövriert hat, die er mit seinen Aggressionen gegen Taiwan zu kaschieren versucht. In ihrem augenöffnenden und brisanten Buch zeigt Ulrike Herrmann, welche große Bedeutung die Wirtschaft für die Politik der Supermächte hat – und sie beschreibt sehr anschaulich, was das für uns bedeutet, wenn wir den Frieden sichern wollen.

=> Rezension „radioeins“

=> Stadtbibliothek Freiburg


Jana Hensel: Es war einmal ein Land

Erscheinungsdatum 11.02.2026

Der Verlag schreibt: In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.

=> Rezension „SWR“

=> Stadtbibliothek Freiburg


Morgane Llanque: Vielfalt – Eine andere Geschichte der Menschheit

Erscheinungsdatum 03.11.2025

Der Verlag schreibt: Eine neue Weltgeschichte durch die Linse globaler Diversität. Morgane Llanque zeigt, wie vielfältig unsere Welt schon immer war und wie historische Dynamiken unsere Sicht auf Normalität prägen. Was Geschichte ist, wurde lange von Männern aus dem Westen entschieden. Hier setzt Morgane Llanque an – denn was heute »normal« und als »schon immer so« erscheint, war vor nicht allzu langer Zeit vielfältiger, diverser und unglaublicher: Sie erzählt von römischen Kaisern, die sich die Beine rasierten, von muslimischen Gelehrten am Hof von Friedrich II., von Bündnissen zwischen weißen Südstaatlern und den Black Panthers und von Frauen in den Anden, die in der Steinzeit jagten. So entsteht in globaler Perspektive eine andere Geschichte von Geld und Macht, Patriarchat, Sexualität, Hautfarbe, Glaube, Klasse und Gerechtigkeit. Llanque hebt in ihrer großen feministischen Menschheitsgeschichte Gemeinsamkeiten statt Unterschiede hervor und zeigt, wie unsere Gesellschaft so geworden ist, wie sie ist – und warum es auch ganz anders hätte kommen können. Für alle, die verstehen wollen, warum die Menschheit schon immer vielfältig war.

=> Rezension „Deutschlandfunk“

=> Stadtbibliothek Freiburg