Freiburgs Daten auf der Spur

 

Datenspaziergang: Fünf Stationen digitaler Stadtentwicklung

 

Digital, aber nicht virtuell: Freiburger Leihfahrrad Frelo. Foto: Arne Bicker
Digital, aber nicht virtuell: Freiburger Leihfahrrad Frelo. Foto: Arne Bicker

 

Ein neuer „Datenspaziergang“ macht jetzt die digitale Stadtentwicklung Freiburgs an fünf Stationen erlebbar. Die drei Kilometer lange Route führt vom Rathaus im Stühlinger bis in den Stadtgarten. Der Datenspaziergang ist Teil des Projekts Smart City Freiburg. Er soll digitale Technologien verständlich und transparent machen und zeigen wie städtische Daten dabei helfen, Mobilität besser zu organisieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und Freiburg zukunftsfähig zu planen.

Woher weiß die Anzeige an der Haltestelle, wann die nächste Straßenbahn kommt? Wie findet die VAG-App das nächste freie Frelo? Und woher kennt die Stadt die klimatischen Unterschiede zwischen einzelnen Stadtteilen? Antworten auf diese Fragen gibt der neue Freiburger Datenspaziergang. An fünf Stationen erfahren Interessierte ab sofort ganz konkret mehr darüber, welche Daten in Freiburg erhoben werden, wie die Technik dahinter funktioniert und welchen Nutzen die Daten für die Stadtgesellschaft haben.

Der Spaziergang startet am Besucherparkplatz beim Rathaus im Stühlinger. Von dort führt die Route über die Stadtbahnhaltestelle Rathaus im Stühlinger und die Radzählstation an der Wiwilibrücke zur Frelo-Station am Europaplatz und schließlich zur meteorologischen Station im Stadtgarten. Hinweisschilder an den fünf Stationen erklären die jeweilige Technik und liefern Hintergrundwissen.

Die erste Station zeigt, wie im Boden eingelassene Sensoren freie und belegte Parkplätze erkennen. Die Informationen fließen unter anderem in das städtische Parkleitsystem ein. In Kürze sollen so auch Behindertenparkplätze in der Innenstadt erfasst werden. An der Stadtbahnhaltestelle beim Rathaus im Stühlinger geht es um Daten im öffentlichen Nahverkehr: Sensoren zählen die Ein- und Ausstiege und GPS-Antennen erfassen den aktuellen Standort der Fahrzeuge. Auf dieser Grundlage entstehen die Echtzeitangaben an den Haltestellen.

Die Radzählstation an der Wiwilibrücke macht sichtbar, wie viele Menschen zu welcher Zeit mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Werte fließen in die städtische Verkehrsplanung ein und helfen dabei, die Radinfrastruktur am tatsächlichen Bedarf auszurichten. An der Frelo-Station am Europaplatz erfahren Besucher*innen, wie der Standort verfügbarer Leihräder ermittelt wird. Die Daten sorgen dafür, dass
freie Frelos in der VAG-App angezeigt werden. Gleichzeitig können Stadt und VAG erkennen, an welchen Standorten besonders viele Leihräder gebraucht werden.

An der letzten Station im Stadtgarten messen Sensoren unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag. Die Daten machen klimatische Unterschiede innerhalb Freiburgs sichtbar und unterstützen Stadt und Forschung dabei, auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels zu reagieren.