Reinhold Schneider Preis 2026

 

Sie erhalten eine Hälfte des geteilten Reinhold-Schneider-Stipendiums: Storytelling Engines. Foto: Simon Hegenberg
Sie erhalten eine Hälfte des geteilten Reinhold-Schneider-Stipendiums: Storytelling Engines. Foto: Simon Hegenberg

 

Am Freitag, 20. November 2026, wird im Historischen Kaufhaus am Freiburger Münsterplatz (Kaisersaal) der Reinhold-Schneider-Preises 2026 verliehen. Gewinner*innen des städtischen Kulturpreises in Höhe von 15.000 Euro (in diesem Jahr in der Sparte Darstellende Kunst) ist die Tänzerin und Choreografin Emi Miyoshi. Miyoshi war ab 2005 Mitglied der legendären Pretty Ugly Dance Company unter der Leitung von Amanda Miller. Im Jahr 2013 gründete sie das Shibui Kollektiv und produziert seitdem an der Schnittstelle zwischen Tanz, Musik und Bildender Kunst.

Der Reinhold-Schneider-Preis ist der Kulturpreis der Stadt Freiburg, mit dem Einzelpersonen, Institutionen oder Gruppen von Personen geehrt werden, die durch ihr künstlerisches Schaffen oder ihr kulturelles Engagement herausragende Leistungen erbracht haben und sich in besonderem Maße für die Kultur Freiburgs verdient gemacht haben. Der Kulturpreis wird in Erinnerung an den Schriftsteller Reinhold Schneider (1903 – 1958) verliehen. Der Preis wird im jährlichen  Wechsel in den Sparten „Bildende Kunst“, „Literatur“, „Musik“ , „Fotografie/Film/Neue Medien“ und „Darstellende Künste“ vergeben.

Eine elfköpfige Kulturpreisjury ermittelt die Gewinner*innen; sie besteht in diesem Jahr aus dem Freiburger Kulturbürgermeister Roland Meder (Vorsitz), den Stadträt*innen Bärbel Schäfer (Bündnis 90/ DIE GRÜNEN), Emriye Gül (Eine Stadt für alle), Julian Schreck (SPD / Junges Freiburg) und Bernhard Schätzle (CDU) sowie den Fachexpert*innen im Bereich Darstellende Kunst Joke Colmsee (freie Produktionsleitung und Buchhändlerin), Jürgen Eick (Regisseur, Dramaturg und Kulturmanager), Dr. Annette Hoffmann (freie Kulturjournalistin), Michael Kaiser (Autor, Regisseur, Dramaturg und Performer), Stephanie Moers (Tänzerin und Choreografin) und Renate Obermaier (Freie Schauspielerin).

Mit dem Stipendium zum Reinhold-Schneider-Preis in der Sparte Darstellende Kunst zeichnet die diesjährige Kulturpreis-Jury zum einen das  Künstler*innenkollektiv Storytelling Engines aus, das mit seinen szenischen Leseperformances zwischen Popkultur und Philosophie ein breitgefächertes Publikum rasant erobert hat. Storytelling Engines hat sich in der Zeit der Coronapandemie gegründet und besteht im Kern aus den Schauspielerinnen Isabella Bartdorff, Tjadke Biallowons und Lucy Wirth. Sie arbeiten mit dem Regisseur Tom Schneider als ‚outside eye‘ zusammen und stehen in wechselnden Konstellationen auf der Bühne.

Ihre erste Stückentwicklung „Schwestern“ (in Anlehnung an Tschechows „Drei Schwestern“) hatte 2021 unter Tom Schneiders Regie und zusammen mit der Schauspielerin Angela Scherz im Berghotel Schauinsland Premiere. Die Inszenierung verlegt die Handlung in die Gegenwart, wo die drei Hauptfiguren in Zeiten von Klimawandel und Kapitalismuskritik im Elternhaus auf die Eröffnung des Erbes warten. „Diese Ehrung bestärkt uns darin, weiter mit Leidenschaft und vor allem Humor Geschichten zu erzählen und Diskurse zu eröffnen, die gesellschaftliche Dialoge anstoßen und Impulse setzen. Das Stipendium wird in die Weiterentwicklung unserer Struktur und unserer künstlerischen Fähigkeiten fließen“, so Tjadke Biallowons vom Theaterkollektiv storytelling engines.

Mit der anderen Hälfte des geteilten Stipendiumpreises wird der in Freiburg lebende Regisseur Sascha Flocken für seine vielseitige künstlerische Arbeit ausgezeichnet, mit der er eine Brücke zwischen Theaterleidenschaft und gesellschaftspolitischen Themen schlägt. Für beide Stipendien werden jeweils 3.000 Euro vergeben.

Mit dem (undotierten) Ehrenpreis in der Sparte Darstellende Kunst würdigt die Kulturpreis-Jury den Operndirektor, Regisseur und Schauspieler Gerd Heinz für sein herausragendes Lebenswerk und für seine profunde und klare künstlerische Handschrift, die bis heute den Ruf der Kulturstadt Freiburg als Ort für anspruchsvolles Musiktheater prägt.

=> Weitere Infos zum RSP

Quelle: Stadt Freiburg