Moratorium adé

Heute eröffnete die neue städtische Morat-Galerie in der Lörracher Straße 31. Nach zweijährigen Sanierungsarbeiten lösen drei Hallen mit insgesamt 2.000 Quadratmetern Fläche die bisherige städtische Galerie in der Lameystraße (Kunsthaus L6) ab. Die Stadt hatte das Gebäude im Mai 2024 dank einer Spende der in Freiburg lebenden Mäzenin Gertraud Hurrle gekauft. Die Morat-Hallen werden vom Kulturamt der Stadt Freiburg betreut und geleitet. In der mittleren Halle soll die Städtische Galerie auferstehen, die Halle Nord soll ein neuer Ort für die Freiburger sowie die nationale und internationale Kunstszene sein.

Zum Auftakt zeigt die Städtische Galerie zeigt bis zum 15. März „Following – some kind of same – π“; mit Malerei-, Keramik- und Holzreliefarbeiten von Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe. In der Halle Nord ist bis zum 29. März „Fields of Un/rest“ zu sehen. Darin fragen die Künstler*innen Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie die Kuratorin Sharleena Rosing: Was bedeutet es, in einer von Krisen geprägten Gegenwart Kunst zu produzieren.

Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag sowie Sonntag von
11 bis 17 Uhr. An Feiertagen sind Städtische Galerie und Halle Nord geschlossen.

Die Morat-Hallen waren zuvor jahrzehntelang Sitz des renommierten Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft. Am 11. November 2023 hat das Ehepaar Morat ihre Stiftung an die in Berlin lebenden Söhne Daniel und Robert abgegeben – pünktlich zum 80. Geburtstag des Gründers Franz Armin Morat. In der südlichen Halle und im Kellerlager ist weiterhin das Lebenswerk von Eva-Maria und Franz Armin Morat gelagert: Eine Bibliothek mit etwa 50.000 Bänden kunstwissenschaftlicher Literatur, rund 7.500 Grafiken sowie 500 Gemälde und Skulpturen; darunter Arbeiten von Dürer, Rembrandt und Goya.

Nach dem im November 2025 abgeschlossen und ca. 580.000 Euro teuren Umbauten soll bald auch eine Rollstuhlrampe am
Vordereingang entstehen; über die Fluchttüren am Hintereingang sind die Hallen bereits barrierearm erreichbar.

Hier ein paar erste Impressionen (Fotos: Arne Bicker)