Kollektive Ekstase

Die (fast) 17 Hippies im Freiburger Jazzhaus. Foto: Sebastian Bargon

Die 17 Hippies feiern in Freiburg ihr 30 jähriges Bühnenjubiläum

Eigentlich wollten sie nach ihrem ersten Auftritt 2004 nie mehr ins Jazzhaus zurückkehren, da der backstage – Bereich nur aus einem winzigen Zimmer besteht, in dem nicht alle Musiker der Berliner Band Platz fanden. Andererseits bilden die FreiburgerInnen eine treue Fanbasis, die sich von dem handgemachten osteuropäischen Hochgeschwindigkeits- Folk des Musikerkollektivs immer wieder mitreißen lässt und begeistert tanzt, hüpft und mitklatscht. Grund genug, um mit der „Clowns & Angels – 30 Jahre on Tour“-Tournee zum achten Mal in Freiburg Station zu machen.

Beeindruckende Bandbreite

Die Band ist nach der schwierigen Corona – Zeit, in der nichts mehr ging, auf 10 Mitglieder geschrumpft, was nicht heißen soll, dass die Live-Auftritte an Intensität verloren hätten. Im Gegenteil: Mit Akkordeons, Querflöte, Klarinette, Trompete, Tenorsaxophon, Gitarre, Ukulele, Kontrabass und Schlagzeug weben die MusikerInnen einen dichten Soundteppich, der aus gefühlvollen Balladen, melancholischen Chansons und poppigem Folk-Rock geknüpft wird. Gesungen wird auf Deutsch, Englisch und Französisch sowie in einem südhessischen Dialekt. Besonders beeindruckend beim Konzert in Freiburg war eine schwebende Improvisation, inspiriert durch Musik aus New Mexico und Osteuropa sowie Einflüssen von Frank Zappa. Nach gut zwei Stunden endet das umjubelte Konzert mit zahlreichen Zugaben.

Kiki Sauer, Sängerin und Akkordeonistin der Hippies verspricht nach dem schweißtreibenden Auftritt : „Wir kommen wieder !“

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von Sebastian Bargon